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Corona-Warn-App analysiert: Beste Ingenieursarbeit?

Computerwoche
19.06.2020 13:34:00
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The Seerene team analysed the code of the "Corona Warn App" issued by the German Federal Government in detail.
 
Original article in German published in June 2020 in "Computerwoche".
 

Corona-Warn-App analysiert

Beste Ingenieursarbeit?

Die aus dem Potsdamer Hasso Plattner Institut (HPI) ausgegründete Seerene GmbH beschäftigt sich mit „Digital Engineering“. Das Unternehmen hat den Code der Corona-Warn-App im Detail analysiert.

Um Infektionsketten nachvollziehen und so die Corona-Pandemie eindämmen zu können, hat die Bundesregierung am 16. Juni 2020 die vieldiskutierte deutsche Corona-Warn-App herausgegeben. Maßgeblich eingebunden in die Entwicklung waren Deutschlands ITK-Schwergewichte SAP und die Deutsche Telekom. Auch das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS gehörte zum Projektteam, um sein Know-how im Bereich der Abstandsschätzung von Personen über den Signalaustausch zwischen Geräten nach dem Bluetooth-Low-Energy-Standard einzubringen.

 

COVID-19-App: 6,4 Millionen Downloads zum Start

Nicht nur die meisten Bundesbürger, sogar der grundsätzlich kritische Chaos Computer Club (CCC) vertrauen der App, die größte Anonymität der Nutzer garantiert und Daten dezentral auf den Smartphones der Nutzer speichert - nicht, wie in einem ersten Ansatz vorgesehen, auf einem zentralen Server. Allein in den ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung wurde die App, die allerdings nur für neuere Geräte mit aktuellen Android- und iOS-Versionen verfügbar ist, bereits 6,4 Millionen Mal heruntergeladen.

 

 

Dem allgemeinen Lob schließen sich nun auch die Techniker der HPI-Ausgründung Seerene an, die über ihre Digital-Engineering-Plattform Software tiefgreifend analysieren können. So erhält der Quellcode, der in einem Benchmark mit Softwareentwicklungs-Ergebnissen aller Branchen verglichen wurde, das höchste Gütesiegel. Der Code der App beinhalte keine "fahrlässig erzeugten Komplexitäten", sondern sei gut modularisiert und verständlich.

Corona-Warn-App: Gute Noten für Software Factory

Das sei die entscheidende Voraussetzung dafür, dass sich in Folge-Releases der Corona-App keine unbemerkten Fehler einschleichen könnten. Bestnoten gibt es nicht nur für die Software selbst, sondern auch für die 'Software Factory' - also für Personen und Prozesse, die an der Software beteiligt sind. Seerene betont die "hohe Prozessreife bei der Codeerstellung", der Ablauf von Anforderung zu Code sei lückenlos nachvollziehbar, was eine effiziente und effektive Qualitätssicherung ermögliche.

Sowohl bezüglich der Qualität des Quellcodes als auch der Software Factory macht die Corona-Warn-App auf der Digital Engineering-Plattform von Seerene einen guten Eindruck.

Sowohl bezüglich der Qualität des Quellcodes als auch der Software Factory macht die Corona-Warn-App auf der Digital Engineering-Plattform von Seerene einen guten Eindruck.

 

Johannes Bohnet, Gründer und Co-CEO von Seerene, kennt die Probleme, die in Sachen Management und Transparenz bei großen Digitalprojekten häufig entstehen, nur zu gut. "Im Falle der Corona-Warn-App haben wir zwar ein Projekt mit für unsere Verhältnisse begrenzter Komplexität analysiert, die kurze Projektzeit (50 Tage, Anm. d. Red.) und die hohe internationale Aufmerksamkeit machten es aber trotzdem zu einer besonderen Herausforderung. "Man habe den "Technikerkollegen von Bundesregierung, SAP und Telekom in vielerlei Hinsicht klare Bestnoten ausstellen können." (hv)

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