Software-Qualität: Wenn Entwickler zu viele Fehler machen

Okt 8, 2012 | In der Presse

Was tun, wenn Softwareentwickler in letzter Zeit zu häufig Deadlines überschreiten und zu viele Bugs schlichtweg übersehen werden? Wie lässt sich eine höhere Software-Qualität in die eigene Entwicklung bringen, ohne gleichzeitig zu viel Zeit zu verlieren? Diese und weitere Fragen rund um das Thema Software-Qualität beantwortete Dr. Johannes Bohnet, Founder & CCO von seereneTM, dieser Tage der Computerwoche. Dabei wurde auch genau beleuchtet, inwiefern der Drang nach vielen Features gepaart mit wenig Zeit schnell zum teuren Problem werden kann.
 

Software-Qualität ist ein komplexes Unterfangen

Es ist ein komplexes Zusammenspiel, das die Softwareentwicklung für Unternehmen schnell zu einem Teufelskreis werden lassen kann, bei der mangelnde Software-Qualität hohe Kosten produziert: Allzu häufig honorieren Unternehmen denjenigen Entwickler, der in der kürzesten Zeit die meiste neue Funktionalität produziert bzw. räumen nicht genug Zeit ein, um eine adäquate Software-Qualität sicherstellen zu können. Eben jene Software-Qualität der entstandenen Funktionen wird dabei letztlich häufig außer Acht gelassen.

Und mehr noch: Die abstrakte, oft sogar „unsichtbare“ Natur von Software erschwert es den Verantwortlichen Source-Code mit geringer Qualität früh zu erkennen, sodass Bugs und Fehlfunktionen oft erst mit der Zeit auftreten und sowohl Kosten- als auch Zeitbudget explodieren lassen. Das Ergebnis: Die Projektpläne laufen zwangsläufig aus dem Ruder.
 

Software-Qualität spart Zeit und Geld

So beschreibt Dr. Johannes Bohnet im Gespräch mit der Computerwoche, dass sich das für eine hohe Software-Qualität notwendige Wissen erhalten lässt, indem der gesamte Code anhand von Softwarekarten visualisiert wird. Sieht ein Entwicklungsverantwortlicher in solch einer Softwarekarte, dass ein Entwickler eine Funktion gebaut hat, die als rotes, einsturzgefährdetes Hochhaus dargestellt wird, weiß er unmittelbar, dass diese Funktion zwar eingebaut, aber noch lange nicht mit der notwendigen Software-Qualität fertiggestellt wurde.

Gelingt es dem Entwickler, den Programmteil derart zu verfeinern, dass dort schließlich ein blaues Einfamilienhaus steht, welches fest auf dem Boden steht und in die gesamte Infrastruktur eingefügt ist, wurde auch die notwendige Software-Qualität erzielt. So lassen sich anschließend nur diejenigen Entwickler honorieren, die in kurzer Zeit viele Features mit hoher Software-Qualität programmiert und diese getestet haben. Natürlich erfordert dieses auf Software-Qualität ausgerichtete Vorgehen zu Beginn eines Softwareprojekts ein wenig mehr Zeit, doch dies ist gewollt. Denn der Fokus auf eine hohe Software-Qualität spart unter dem Strich viel Geld und Zeit, weil sich dieser Rückstand zu Gunsten der höheren Software-Qualität spätestens ab der Hälfte des Projekts auszahlt: Das Projekt bleibt im Plan und die Entwickler sind oft sogar schneller als gedacht.

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