Software-Abhängigkeiten reduzieren: Mehr Macht den Techies!

Mai 19, 2015 | In der Presse

Im zweiten Beitrag seiner Manager-Magazin-Kolumne argumentiert Dr. Johannes Bohnet, warum Software keine Techie-Angelegenheit, sondern vielmehr ein zentrales Vorstandsthema sein sollte. Dazu belegt er mit unterschiedlichen Beispielen, wie abhängig unsere Gesellschaft inzwischen von Software geworden ist und inwieweit insbesondere der Bankensektor droht, Opfer von Softwarefehlern aufgrund veralteter „Legacy-Systeme“ zu werden.
 

Vorstände benötigen Software-Expertise

Nachdem seerene Founder & CCO Dr. Johannes Bohnet im ersten Beitrag seiner Manager-Magazin-Kolumne bereits detailliert skizziert hat, wie Software mittlerweile Unternehmensabläufe bis ins Innerste durchdringt und sich eine entsprechend große Abhängigkeit entwickelt hat, geht er in seinem zweiten Beitrag einen Schritt weiter und fordert dazu auf, dass Software ein zentrales Vorstandsthema sein sollte.

Denn die typische Zusammensetzung eines üblichen Unternehmensvorstands lässt angesichts der vorwiegend juristischen und volks- wie betriebswirtschaftlichen Herkunft schnell deutlich werden, dass Software auf Vorstandsebene ein böhmisches Dorf darstellen dürfte. Es zeigt sich: Einen Informatiker als Vorstand findet man selten. Dabei müssen Vorstände IT-Expertise erhalten, wollen sie einen Ausweg aus dem Dilemma Software-Abhängigkeit beschreiten.
 

Eine profunde Software-Abhängigkeit besteht

Denn dass eine entsprechende Abhängigkeit selbst bei versierten Anbietern besteht, lässt sich an unterschiedlichen Praxisbeispielen belegen, etwa anhand eines kürzlich zu beobachtenden Softwarefehlers auf der Amazon-Plattform oder am Fehler in den Computersystemen des Luftraumkontrollsystems des National Air Traffic Services (NATS), der für volle eineinhalb Tage alle Flughäfen des Londoner Großraums lahm legte.

So sind etwa insbesondere auch Banken nicht vor Software-Risiken dieser Art gefeit, immerhin verdeutlicht Dr. Bohnet anschaulich, dass Technologien im Banken- und Versicherungssektor angsterregend alt sind und dass diese so genannten „Legacy-Systeme“ entsprechende Software-Risiken mit sich bringen.

Um diese potenziell teuren und gefährlichen Software-Abhängigkeiten zu reduzieren, ist es folglich wichtig, dass Personen mit Software-Hintergrund beginnen, die Vorstandsebene zu bevölkern und dass das Thema Software verständlicher gemacht wird – derart verständlich, dass auch Juristen und Wirtschaftsexperten erkennen können, wenn das eigene Unternehmen droht, Opfer veralteter IT-Systeme zu werden.

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